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Anwendungsfälle

Ein Anwendungsfall beschreibt eine Menge von Aktivitäten eines Systems aus der Sicht der Akteure, die für die Akteure zu einem wahrnehmbaren Ergebnis führen. Ein Anwendungsfall wird stets durch einen Akteur initiiert. Ein Anwendungsfall ist ansonsten eine komplette, unteilbare Beschreibung (Nutzungsfall, engl. use case).[Oes98]S.207

Ein Anwendungsfall ist eine Folge von vom System ausgeführten Transaktionen, die ein meßbares Ergebnis von Werten für einen speziellen Akteur liefert.[Qua98]S.25

Man verwendet Anwendungsfälle, um das beabsichtigte Verhalten des entwickelden Systems festzuhalten, ohne spezifizieren zu müssen, wie dieses Verhalten implementiert wird.[BRJ99]S.247

Wie aus den verschiedenen Zitaten zu ersehen ist, haben Anwendungsfälle noch nichts mit der Programmierung des Systems zu tun, sondern haben in erster Linie die Funktion zur Identifizierung, was das System wann leisten soll, welche Funktionaltität es den Akteuren bieten soll. Darum eignen sich Anwendungsfälle besonders gut für das gemeinsame Verständnis zwischen Programmierer und Anwender. Außerdem sind sie sehr hilfreich zur Validierung des Systems.

Gut strukturierte Anwendungsfälle beschreiben nur wesentliches System- bzw. Teilsystemverhalten und sind weder zu allgemein noch zu speziell.[BRJ99]



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© Alexander Lenhard und René Stern
18. August 1999